Herzliche Einladung zu den Priester- und Diakonatsweihen 2024 in Zaitzkofen

Quelle: Distrikt Schweiz

Liebe Gläubige,

wer erinnert sich nicht gern an den bedeutendsten Tag in seinem Leben? Für uns Priester ist dies der Tag unserer Weihe. An eine Begebenheit kann ich persönlich mich noch sehr gut erinnern: Wir waren in Ecône ein starker Jahrgang, über ein Dutzend Weihekandidaten. Nach der Weihezeremonie kehrten wir auf die grosse Wiese zurück, damit dort jeder an seinem zugewiesenen Platz den Primizsegen erteilen konnte. Um zu verhindern, dass wir das anschliessende Mittagessen verpassten, holte uns ein Seminarist mit einem kleinen Bus an Ort und Stelle ab und fuhr uns zurück ins Seminar. Während der kurzen Fahrt sagte mir ein Mitbruder: „J’ai failli mourir – de beauté.“ (Ich wäre beinahe gestorben – vor Schönheit). 

Diese Aussage ermöglicht es Ihnen, liebe Gläubige, die Ergriffenheit eines Neupriesters am Tag seiner Weihe ein wenig zu erahnen. Diese innere Ergriffenheit soll sich aber nicht auf die Weihekandidaten beschränken, sondern auch auf die Gläubigen, die zu diesem feierlichen Anlass extra die Reise nach Zaitzkofen unternehmen, überströmen und ihr Herz erfassen. 

Wie viel Freude schenkt uns der liebe Gott an so einem Tag! Einerseits sind es äussere Freuden: der Park erglänzt in sattem Grün, die Bäume spenden erquickenden Schatten, die Gläubigen begegnen sich mit strahlenden Gesichtern, der reichgeschmückte Altar, die kostbaren Gewänder, die feierliche Zeremonie, die erhebenden Gesänge, alles das erfreut unser Auge, Ohr und Gemüt. 

Und noch eine weitere äussere Freude erwartet Sie, wenn Sie nämlich den Blick auf den Neubau werfen und sich das künftige Wohnhaus „Wolfgangianum“ von Nahem anschauen (ohne natürlich die Baustelle zu betreten!). So Gott will, sollte Ende Juni der Rohbau stehen und auch schon „unter Dach“ gebracht sein. 

Auf der anderen Seite erfüllt uns auch die innere, stille Freude, die ja noch viel wichtiger ist und im Herzen jedes Katholiken wohnt: Die Freude an unserem Gott, der uns jedes Jahr von neuem Priester schenkt und so das Versprechen hält, das er uns gegeben hat: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“ (Mt 28,20). Denn nur der geweihte Priester kann ja das heilige Messopfer darbringen und so das Wunder der Gegenwart des göttlichen Heilandes im Tabernakel hervorbringen. Danken wir besonders an diesem Priesterweihetag dem lieben Gott, der sich um uns kümmert, damit wir treu und frohgemut sein können in den Bedrängnissen dieser Zeit!

In diesem Sinne lade ich Sie herzlich ein, schon jetzt den Tag der Priesterweihen fest zu reservieren und die Reise nach Zaitzkofen anzutreten, um mit lebendigem Glauben, tiefer Ergriffenheit und übernatürlicher Freude die herrliche Liturgie mitzuerleben, dieses wunderbare Ereignis gemeinsam zu feiern und neue Kräfte zu tanken, um davon im Alltag noch lange zehren zu können.

Zaitzkofen, am Fest des hl. Josef des Handwerkers, 1. Mai 2024

Pater Pascal Schreiber, Regens

 

Sollte jemand nicht kommen können, bieten wir wieder einen Livestream der Zeremonie an, die ein Seminarpriester auch extra dokumentieren wird: Link zum Livestream:


Programm

Freitag, 28. Juni, Vigil der hll. Petrus und Paulus

17.00 Uhr        hl. Messe

17:45 Uhr        I. Vesper (vom Fest), anschl. feierliche Erneuerung der Herz-Jesu-Thronerhebung

 

Samstag, 29. Juni, Fest der hll. Apostel Petrus und Paulus

8.45 Uhr          Beginn der Prozession

9.00 Uhr          Pontifikalamt von S. E. Bischof Tissier de Mallerais im Schlosspark mit Erteilung der Diakonats- und Priesterweihen  

anschliessend   Erteilung der Primizsegen im Schlosspark

16.30 Uhr        Pontifikalvesper mit Sakramentsandacht

 

Sonntag, 30. Juni, Kirchweihfest der Kathedrale von Regensburg

8.00 Uhr          Seminarprimiz von P. Josef Richtar im Schlosspark

10.00 Uhr        Seminarprimiz von P. Máté Kopácsi im Schlosspark

17.00 Uhr        Vesper mit Sakramentsandacht


Kleidung

Die Weihen gehören zu den würdigsten Ereignissen im Leben eines Priesters und sind auch für die Gläubigen von besonders hohem Wert im Kirchenjahr. Es wird der Jahreszeit entsprechend möglicherweise heiß. Bitte achten Sie dennoch auf eine dem Anlass entsprechende Kleidung.

Anreise

Am besten reisen Sie mit dem Auto oder dem Reisebus an. Rund vier Kilometer entfernt befindet sich der nächste Bahnhof Eggmühl. Allerdings besteht von dort kein Shuttleservice, sodass Sie einen knapp einstündigen Fussweg einkalkulieren müssten. 

Welche Parkmöglichkeiten gibt es?  

Auf dem Seminargelände ist das Parken leider nicht möglich, aber rings um das Seminar in Zaitzkofen, die Feuerwehr wird Sie einweisen.  Wir empfehlen, 30 Minuten früher anzureisen, da erfahrungsgemäss der Anfahrtsverkehr und die Parkplatzeinweisung etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten?

In der erweiterten Region lassen sich über das Internet bzw. die üblichen Anbieter Übernachtungsmöglichkeiten finden. Auf dem Seminargelände selbst darf gezeltet werden, allerdings wegen der Baustelle weiter unten auf dem Gelände unter den Bäumen.

Gibt es vor Ort Speisen und Getränke?

Sie können ein Picknick mitbringen und dieses nach der Weihezeremonie im Park verzehren. Angeboten werden ausserdem Würstchen, Getränke und Kuchen gegen Spende, und die KJB wird verschiedene Snacks anbieten.   


Die Weihekandidaten

Josef Richtar 

wurde am 31. Oktober 1997 als zweiter von fünf Söhnen in eine katholische Familie im tschechischen Ostrau (Ostrava) geboren. In seiner Kinderzeit beschloss seine Familie, sich dem Apostolat der FSSPX zuzuwenden. Die Erhabenheit der Liturgie und nicht zuletzt das gute Beispiel vieler Priester und Seminaristen, die er in der Heimat sowie in den Sommerlagern in Jaidhof kennen gelernt hatte, brachten den kleinen Josef wohl zum ersten Mal auf den Gedanken, seinen Vorbildern eines Tages zu folgen. Von 2009 bis zur Maturaprüfung im Jahr 2017 besuchte er ein öffentliches Gymnasium in seiner Heimatstadt. Die dort allgegenwärtige geistliche Not weckte in Josef die Sehnsucht nach dem Apostolat. Um zu prüfen, ob er dafür nach Gottes Willen am besten als Priester arbeiten soll, trat er 2017 nach einem Sprachaufenthalt im Priorat Wien ins Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen ein. Nun freut er sich, nach der sechsjährigen Vorbereitung im Seminar und dem einjährigen Pastoralpraktikum im Priorat Luzern die Gnade des Priestertums empfangen zu dürfen.

Alle Gläubigen sind herzlich eingeladen zu seiner feierlichen Heimatprimiz, die er am Samstag, den 6. Juli 2024, um 10.00 Uhr im Priorat Brünn zelebriert. 

 

Máté Kopácsi

wurde am 15. Dezember 1995 in Ajka, Ungarn, als zweites Kind einer katholischen Familie geboren. Von Kindheit an war er Ministrant und dachte oft daran, Priester zu werden. Nach seinem Abitur an der katholischen Diözesanschule im Jahr 2015 trat er in das Priesterseminar der Diözese Veszprém ein. Er studierte hier zwei Jahre lang, dann schickte ihn der Regens zum Studium nach Deutschland. Während seines Auslandsstudiums lernte er die Priesterbruderschaft St. Pius X. kennen. Nach einem Besuch in Zaitzkofen war ihm klar, dass dies das Seminar ist, wo er sich zum Priester ausbilden lassen will, und so ist er im Jahr 2020 dort eingetreten. Jetzt, vier Jahre später, darf er die Gnade der Priesterweihe empfangen. Er ist sehr glücklich, dass er durch Gottes wunderbare Fügung die Bruderschaft, und mit ihr seine geistliche Familie, gefunden hat.

Er wird seine Heimatprimiz am Samstag, den 13. Juli 2024 um 10.00 Uhr in seinem Heimatdorf Kislőd feiern, zu der er alle Gläubigen herzlich einlädt.