30-tägige Exerzitien des heiligen Ignatius von Loyola - Hochschule der Gottesliebe

Quelle: Distrikt Deutschland

Die 30-tägigen Exerzitien des heiligen Ignatius von Loyola

Hochschule der Gottesliebe

vom 22. Februar bis 23. März 2024

in Porta Caeli

für Männer und Frauen, Priester und Ordensleute

Ein Seminarist, der an 30-tägigen Exerzitien in Zaitzkofen teilgenommen hatte, gab das Wesen der Exerzitien des heiligen Ignatius sehr treffend wieder:

Man könnte 5-tägige Exerzitien eine Übung der Bekehrung nennen, 30-tägige Exerzitien eine Übung der Liebe: Aus Liebe lässt man in der ersten Woche einiges hinter sich; mit Liebe geht man an die Reform des Lebens und die Nachfolge Christi; diese Liebe gilt es zu den Menschen zu tragen, sei es jetzt noch beim Apostolat, das vor uns liegt, sei es später nach der Priesterweihe.

Genau derselben Ansicht ist der Jesuit Walter Sierp, der 1935 einen dreibändigen Kommentar zum Exerzitienbüchlein des hl. Ignatius herausgegeben hat. Er gibt seinem Werk den Titel Hochschule der Gottesliebe.

Pater Walter Sierp schreibt in seinem Vorwort zum ersten Band: Das Exerzitienbuch wird nicht erschlossen durch Lesen und Studieren, sondern durch Beten und Lieben. Es ist in der Tat eine Hochschule der Gottes- und Nächstenliebe; es lehrt uns, Gott wiederlieben in allen seinen Gaben. Er hat uns zuerst geliebt, da er uns seinen Sohn schenkte als Erlöser und Führer zur Höhe. All unser Leben soll nur ein Echo dieser Liebe sein. Nur ein Herz, das Gott glühend zu lieben verlangt (im Sinne des Fundaments und des Vorbereitungsgebetes aller Betrachtungen), wird wirklich tief eindringen können in die reichen Schatzkammern, die hier verborgen sind. Möge Maria, die Mittlerin aller Gnaden, recht vielen hochstrebenden Seelen Lehrmeisterin sein in dieser Hochschule der Gottesliebe!

Der hl. Franz von Sales ließ sich von den Exerzitien des hl. Ignatius prägen und wurde zu einem Heiligen der Gottes- und Nächstenliebe. Durch diese Liebe führte er tausende Seelen zu Gott. In Seinem schriftstellerischen Hauptwerk, Abhandlung über die Gottesliebe – Theotimus, findet man immer wieder Anklänge an die Exerzitien.

Der kleine Weg der hl. Theresia von Lisieux ist im Grunde genau das, was der hl. Ignatius durch die Exerzitien zu erreichen sucht. Ganz am Anfang des Exerzitienbüchleins gibt der hl. Ignatius das Ziel der Exerzitien an; das, was man den ignatianischen Gleichmut nennt:

Der Mensch ist geschaffen dazu hin, Gott Unseren Herrn zu loben, Ihn zu verehren und Ihm zu

dienen, und so seine Seele zu retten…

Darum ist es notwendig, uns allen geschaffenen Dingen gegenüber gleichmütig (indiferentes) zu

machen, …, dergestalt, dass wir von unserer Seite Gesundheit nicht mehr als Krankheit begehren,

Reichtum nicht mehr als Armut, Ehre nicht mehr als Ehrlosigkeit, langes Leben nicht mehr als

kurzes, und dementsprechend in allen übrigen Dingen, einzig das ersehnend und erwählend, was

uns jeweils mehr zu dem Ziele hin fördert, zu dem wir geschaffen sind.

Ein anderer Teilnehmer an den 30-tägigen Exerzitien, ein Laie, sagte:

Bei früheren ignatianischen Exerzitien dachte ich mir, man müsste sie eigentlich ganz machen. Und dies ist jetzt gelungen… Insbesondere habe ich die erste und die dritte Woche geschätzt. Ich wünschte, dass auch Laien vermehrt an den 30-tägigen Exerzitien teilnehmen können, um so den Lebenskampf zu bestehen in der heutigen verkehrten Welt.

Die Exerzitien, wie der hl. Ignatius sie vorgesehen hat, dauern volle 30 Tage. In der Regel werden nur gekürzte Exerzitienkurse von fünf Tagen angeboten. Den Priestern empfiehlt Mgr. Marcel Lefebvre, der Stifter der Priesterbruderschaft St. Pius X., etwa alle 10 Jahre die 30-tägigen Exerzitien zu wiederholen.

Während der Exerzitien wird eine solide Grundlage für das geistliche Leben gelegt. Nachdem in den ersten Tagen die Seele durch die Betrachtung des Lebenszieles, der Sünde und deren Folgen auf eine hl. Beichte vorbereitet wird, betrachten die Teilnehmer nach der Beichte unsern Herrn Jesus Christus. Fast drei Wochen widmen die Exerzitien dem Leben, Leiden und Sterben Christi. Abgeschlossen werden die Dreißig Tage mit dem Blick auf die glorreichen Geheimnisse vom Ostermorgen bis zur Sendung des Hl. Geistes am Pfingstsonntag. Das große Schweigen dieser Tage wird wöchentlich unterbrochen bei einem gemeinsamen Ausflug in die Natur der Umgebung.

Beginn:          Donnerstag den 22. Februar 2024 um 17.30 Uhr

Ende:              Samstag den 23 März 2024 bis ca. 10.00 Uhr

Prediger:       Pater R. Schmitt

Anschrift:      Exerzitienhaus Porta Caeli

                        Tannenäckerle 1

                        78730 Lauterbach

Teilnahmekosten:

                        1800,00 € (Preis gilt pro Person im Einzelzimmer, inkl. Übernachtung,                                                Vollpension und Kurtaxe)

Information und Anmeldung:

Pater R. Schmitt

Priorat St. Christophorus

Maienfeld 5, D – 88477 Weihungszell

Tel.: 07347 60 11 329            E-Mail

Hier können Sie die Einladung herunterladen und ausdrucken