Weihnachtsbotschaft des Distriktsoberen der Schweiz

Liebe Gläubige in der Schweiz, liebe Freunde und Wohltäter,
Der Pilger, der zur Geburtskirche in Bethlehem kommt, ist erstaunt, am Eingang dieser bedeutenden Kirche nicht ein grosses und verziertes Portal zu sehen, sondern eine niedrige Tür, durch die man nur tief gebeugt in diese alte und ehrwürdige Basilika gelangen kann.
Diese kleine Öffnung liegt in der Geschichte begründet. So sollte verhindert werden, dass ein Mann zu Pferd in die Basilika eindringen kann. Ungewollte Überfälle wurden dadurch eingeschränkt. Diese Öffnung wurde im Laufe der Zeit beibehalten, und ihre geistliche Bedeutung ist nicht schwer zu erkennen: Welche andere Haltung können wir einnehmen, als uns zu beugen, wenn wir an den Ort kommen, an dem der König der Könige einer von uns wurde, um uns zu retten!
Wie gut ist der liebe Gott, dass er zu uns gekommen ist! Und was ist sein Wille, wenn nicht, sich den Seelen zu schenken? Das ist das eigentliche Werk, das die Bruderschaft St. Pius X. verwirklichen will: weiterhin den Erlöser zu den Seelen zu bringen, und vielleicht heute mehr denn je. Aber dafür muss man sich ganz klein machen, ganz klein, um vom Geist Gottes erfüllt zu werden, ganz klein, um in jedem Werk die Hand Gottes und seine Güte zu erkennen, ganz klein, um in der Liebe zu Gott und zum Nächsten wachsen zu können.
Am Ende des Jahres 2022 möchte ich Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Hilfe und Unterstützung danken. Ihre Grosszügigkeit ehrt uns und spornt uns an, mit unseren kleinen Kräften grosse Dinge zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen zu vollbringen.
Im Folgenden erfahren Sie mehr über einige Projekte, die in unserem schönen Land derzeit umgesetzt werden. Sie können sehen, dass die Tradition dank Ihrer Unterstützung weiter wächst: durch unsere Priorate, die Oasen in unserer Zeit der spirituellen Trockenheit sind, durch unsere Kirchen, deren Schönheit uns dazu bewegt, Gott nach Kräften zu loben, durch unsere Kapellen, in die einsame Seelen kommen, um sich zu sättigen.
Möge das Jahr 2023 reich an Gottes Gnaden sein, damit wir Gott selbst immer mehr leiben und seine Kenntnis in unserer Umgebung weitergeben können.


Gutes und heiliges neues Jahr 2023!


Oberriet


Im Jahr 2006 hatte das Priorat Oberriet die Freude, eine schöne, grosse Kirche zu bauen. Da das Gesamtprojekt nicht auf einmal fertiggestellt werden konnte, wurde die Ausschmückung des Innenraumes auf später verschoben, insbesondere im Chorbereich. Nach mehrjähriger Planung konnte von Herrn Christof Häfliger ein Entwurf erstellt werden. Vor einigen Monaten haben nun die Arbeiten begonnen. In der Taufkapelle wurde der Taufstein errichtet und ein Tabernakel für die Aufbewahrung der heiligen Öle eingebaut. Auch jener Teil der Malerarbeiten im Gewölbe des Chores ist bereits weit fortgeschritten.
In den nächsten Monaten sollen die Malerei abgeschlossen, drei Marmoraltäre (ein Hauptaltar und zwei Seitenaltäre) aufgebaut und die Ausschmückung des Chorraums vollendet werden. Danach bleiben noch, so Gott will, die Kunstverglasung und ... sogar das Geläute. Aber das wird noch dauern! Die Arbeiten der kommenden Monate, insbesondere der Aufbau des Altars, ermöglichen es uns, die Einweihung der Kirche ins Auge zu fassen. Sie ist für den 18. November 2023 geplant. Sie können sich dieses Datum bereits in Ihren Kalender eintragen. Wir würden uns freuen, Sie zahlreich zu diesem einmaligen Ereignis in der Geschichte einer Kirche begrüssen zu dürfen.


Lavey-village


Zehn Minuten zu Fuss von Saint-Maurice entfernt, auf der anderen Seite der Rhône gelegen, wurde dieser Ort zum neuen Standort für das Noviziat der Oblatinnen (derzeit in Salvan) und das Priorat, das die Kapelle in Monthey betreut (derzeit in Vouvry), gewählt.
Es ist immer etwas heikel und schmerzhaft, einen Ort zu verlassen, an dem wir jahrelang gewohnt und uns eingelebt haben. Dies war in Salvan der Fall, zunächst für das Institut Saint Marcel (ehemalige Bubenschule) und dann mit dem Noviziat der Schwestern.
Aber da waren einerseits die Renovierungsarbeiten, die das Anwesen benötigt, andererseits der Zustand der Gebäude und die geografische Lage ausschlaggebend dafür, dass wir nach einer neuen Möglichkeit Ausschau hielten, und die Vorsehung hat uns erlaubt, ein schönes Haus in Lavey-Village zu finden. In den nächsten Wochen werden die Priester das Priorat in Vouvry verlassen und sich in Lavey niederlassen. Noch vor dem Sommer werden die Schwestern an der Reihe sein, ihr Haus in Besitz zu nehmen.
Die ehemalige katholische Schule, die von den Schwestern der Unbefleckten Empfängnis von Annecy geführt wurde, erhält also wieder eine geistliche Berufung, und wir hoffen, dass dieses Haus zu einem religiösen Leuchtturm wird!

Tessin


Vor fast fünfzehn Jahren mussten wir die Messe, die zweimal im Monat in Lugano gefeiert wurde, einstellen.
Seitdem sind verschiedene Priester der Bruderschaft regelmässig ins Tessin gefahren, um die Krankenkommunion zu spenden und je nach Möglichkeit die Heilige Messe zu feiern.
Wir haben nun beschlossen, die Messe an einem Wochenende pro Monat wieder anzubieten, normalerweise am dritten des Monats.
Gläubige stellten eine Wohnung zur Verfügung, und so konnte Anfang Dezember ganz in der Nähe von Lugano eine hübsche kleine Kapelle in der Via Pezzolo 6 in Canobbio eingerichtet werden.
Hoffen wir, dass dieses Apostolat sich nun entwickeln und in diesem Kanton mit seiner katholischen Vergangenheit nach und nach erblühen wird.
 

Wenn Sie für diese Werke spenden möchten, finden Sie hier den Link. Ein herzliches Dankeschön!

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