Der Synodale Weg führt zur Zerstörung der Kirche in Deutschland

30. August 2022
Quelle: fsspx.news

Anfang September wird die Versammlung des Synodalen Weges zum vierten Mal zusammentreten. Man trifft sich in Frankfurt am Main und will sich mit Dingen beschäftigen, für die man nicht zuständig ist. Das Dikasterium für die Glaubenslehre hat vergeblich gewarnt.

Bereits jetzt wurden zu verabschiedende Texte den Synodenmitgliedern zur Vorbereitung zugesandt und auf der Website des Synodenweges veröffentlicht. Die Laissez-faire-Politik des Heiligen Stuhls hat dazu geführt, dass man die Synodenversammlung über das Ziel hinaus schießen wird.  

So soll etwa eine Änderung der Kirchenverfassung initiiert werden, indem man die Einrichtung eines „Synodalrats“ diskutieren will. Der „Synodalrat“ soll quasi eine permanente Fortsetzung des Synodenweges garantieren und würde eine massive Änderung der Kirchenstruktur bedeuten. Es wird vorgeschlagen, dass die Bischöfe von ihrem Amt zurücktreten und ihre Verantwortung an einen Rat abgeben.  

Das Ziel vieler synodaler Mitglieder ist es, ihren Bischof selbst zu wählen, ein Entscheidungsrecht für Laien in der Kirche einzuführen, ihnen zu erlauben, die Taufe und die Letzte Ölung zu spenden sowie bei der Eheschließung zu helfen. Der versandte Text schlägt deshalb vor, dass eine Selbstverpflichtung der Bischöfe „das Zusammenspiel von gemeinsamer Verantwortung und Leitungsfunktion verbindlich“ macht und dass eine „übergeordnete gerichtliche Kontrollinstanz“ eingerichtet wird, was eine „Selbstverpflichtung des Papstes“ erfordern würde. 

Damit liegen an und für sich häretische Vorschläge auf dem Tisch, da sie der göttlichen Verfassung der Kirche widersprechen, die von ihrem göttlichen Stifter festgelegt wurde. 

Doch der Anmaßung nicht genug: Das kanonische Recht soll dergestalt weiterentwickelt werden, dass „die Grundrechte aller Gläubigen darin eine zentrale und grundlegende Bedeutung haben - in Analogie zu den Grundrechten des staatlichen Rechts“. Unter diesen Rechten stellt der Text Forderungen im Sinne von Transsexualität und Homosexualität: Öffnung für alle nach dem Geschlecht möglichen nicht-binären Geschlechter (Transsexualität und Intersexualität). Analog zum deutschen Recht soll der Eintrag des „diversen“ Geschlechts oder Änderungen des Geschlechts und des Namens im Taufregister möglich sein.  

Der Umgang mit Homosexualität innerhalb der Kirche muss, so wird wiederholt vorgeschlagen, offen sein und die Fehler der Vergangenheit müssen abgeschafft werden. Nicht-heterosexuelle Bischöfe sollen sich outen können, damit „die Vielfalt im Episkopat auch sichtbar wird“. Darüber hinaus sollen sich Bischöfe und Verantwortliche für die Priesterausbildung dafür einsetzen, „dass das Verbot, nicht-heterosexuelle Männer auszubilden und zu weihen, auf Ebene der Weltkirche aufgehoben wird und dass alle negativen Aussagen über ihre sexuelle Orientierung in offiziellen Dokumenten der Kirche gestrichen werden“. Mit anderen Worten: Die derzeitige Lehre der Kirche über Homosexualität soll vollständig abgeschafft und verändert werden. Auch die Öffnung der ordinierten Ämter tendiert in Richtung Gender, wenn es heißt, dass die Synodenversammlung sich verpflichtet, „qualifizierte Stimmen abzugeben, damit Gläubige, die berufen und befähigt sind, Zugang zu allen Diensten und Ämtern der Kirche haben - einschließlich aller ordinierten Ämter - unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrem Lebensstand“. 

Dann das offenkundige Lieblingsthema der „Reformer“: Um die Diskriminierung von Frauen und den Klerikalismus auszulöschen, werden zusätzliche Führungspositionen für Frauen sowie ihre Ordination vehement gefordert - als „Korrektur der ungleichen Machtverhältnisse und Strukturen“. 

Als Resümee lässt sich festhalten, dass sich die Kirche in Deutschland bei weiterer Tatenlosigkeit des Heilige Stuhls, ruinieren wird. Denn da fast alle der genannten Vorschläge des Synodalen Wegs gegen die göttliche Verfassung der Kirche, also ihre dogmatische oder moralische Lehre verstoßen, können sie nicht angenommen werden.  

Die Enttäuschung derjenigen, die ihren Bischöfen geglaubt haben, wird dramatisch sein und zur inneren Abkehr von der Kirche führen. Dabei wird der Heilige Stuhl die Hauptverantwortung dafür tragen, dass er nicht handelte, als er es hätte tun sollen und noch können!