19. Mai - Hl. Petrus Coelestinus

Petrus, nach dem Namen, den er als Papst sich wählte, Cölestin zubenannt, stammte von ehrbaren katholischen Eltern zu Isernia im Samniterlande. Schon als Jüngling ging er in die Einsamkeit, um seine Seele vor den Lockungen der Welt zu bewahren. Hier stärkte er seinen Geist durch heilige Betrachtungen, um den Leib zu knechten, trug er eine eiserne Kette um den bloßen Körper.

Nach der Regel des heiligen Benedikt gründete er eine Genossenschaft, die später die Cölestiner genannt wurden. Wie ein Licht auf dem Leuchter konnte er nicht verborgen bleiben und wurde, als die Kirche von Rom lange ohne Oberhaupt war, ohne sein Wissen in seiner Abwesenheit auf den Stuhl Petri erhoben. Alle staunten und freuten sich über diese ungewohnte, unerwartete Wahl.

Doch kaum hatte er den päpstlichen Thron bestiegen, da merkte er, dass er nunmehr von allerlei Sorgen in Anspruch genommen wurde, dass er kaum mehr Zeit fand für seine gewohnten Betrachtungen. Darum legte er freiwillig die Würde und zugleich Bürde wieder nieder. Er nahm seine frühere Lebensweise wieder auf und entschlief selig im Herrn.

Sein kostbarer Tod wurde durch die Erscheinung eines leuchtenden Kreuzes, das vor dem Eingang seiner Zelle in der Luft schwebte, noch ruhmvoller.

Im Leben und nach dem Tode wurde er durch viele Wunder verherrlicht. Nach genauer Prüfung dieser Wunder nahm ihn Klemens V. elf Jahre nach seinem Tode in die Zahl der Heiligen auf. 

Kirchengebet

O Gott, Du erhobest den heiligen Petrus Cölestinus zur Höhe der päpstlichen Würde und lehrtest ihn, sie geringer zu werten als die Demut. So gib denn in Deiner Gnade, dass wir nach seinem Beispiel alles in der Welt gering achten, um so glücklich den Lohn zu erlangen, der den Demütigen verheißen ist. Durch unsern Herrn.
 


Quellen:

  • Römisches Brevier
  • Schott, Römisches Messbuch